Der Vortrag: Die Entwicklung neuer Arzneimittel und Therapien ist ein langer und ressourcenintensiver Prozess, der von der Hypothese bis zur klinischen Umsetzung und schließlich zur Zulassung oft mehrere Jahrzehnte dauert. Akademische Forschung liefert die Ideen für diese langen Entwicklungsprogramme, doch die Wirkstoffentwicklung für klinische Anwendungen findet meist nur in der pharmazeutischen Industrie statt. Wirtschaftliche Aspekte schränken jedoch die Anwendungsgebiete der industriellen Arzneimittelentwicklung stark ein. Knapp und sein Forschungsteam entwickelten daher neue kollaborative Modelle zusammen mit der Industrie und Patientenstiftungen, die eine effizientere Forschungskooperation zwischen Industrie und Universität ermöglichen. In seinem Vortrag stellt der Chemiker diese Modelle anhand von zwei Beispielen dar: der Entwicklung neuer Therapien für eine seltene Krebserkrankung und für eine neurodegenerative Erkrankung. Dabei berichtet Knapp über Entwicklungsmethoden von der Identifizierung chemischer Startpunkte bis hin zum rationalen Inhibitor-Design und zur präklinischen Testung in Krankheitsmodellen.
Der Vortrag findet auf Deutsch statt.
Anmeldung: Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Aufgrund begrenzter Kapazitäten für den anschließenden Empfang bitten wir jedoch um eine vorherige Anmeldung an forum@fias.uni-frankfurt.de.
Weitere Informationen: https://fias.institute/de/veranstaltungen/alle-veranstaltungen/arzneistoffentwicklung-fuer-seltene-und-neurologische-krankheiten/